Billwerk+, plenigo und Sofacto sind jetzt Frisbii 🚀

Warum KI-Preise neue Monetarisierungsmodelle benötigen

Unsere Produktexpertin Verity Brain erläutert, warum KI die klassischen Abo-Preismodelle ad absurdum führt und wie nutzungsbasierte Preismodelle Abhilfe schaffen, um AI-Services skalierbar abzurechnen.

KI transformiert die Wertschöpfung digitaler Produkte #

Künstliche Intelligenz (KI) verändert, wie Produkte entwickelt werden, wie gearbeitet wird und wie Wertschöpfung für Kunden aussieht. Doch eine der disruptivsten Folgen von KI wird oft übersehen:

KI dekonstruiert heimlich still und leise Preismodelle, die jahrelang die Basis für Software-Unternehmen gebildet haben.

Klassische Abo-Preise waren so konzipiert, dass Kunden einen fixen monatlichen Preis bezahlt haben, um Zugang zur Software, Nutzeraccounts und Features zu bekommen. Der Wert der Software sowie der Umsatz stieg, je länger das Abo fortlief. Doch insbesondere GenAI (generative KI) funktioniert anders.

Warum klassische Abos mit KI kämpfen #

Ein KI-basiertes Feature kann unter Umständen einen erheblichen Mehrwert innerhalb weniger Sekunden generieren und mit einem Prompt zahlreiche Arbeitsstunden wegautomatisieren.

Doch die Nutzung fällt oft extrem unterschiedlich aus. Zwei Nutzer mit demselben Plan werden voraussichtlich völlig unterschiedliche Ergebnisse aus dem KI-Feature mitnehmen und auch in der Intensität der Nutzung weit auseinander liegen. So kann ein Nutzer zu einem zufriedenstellenden Ergebnis innerhalb weniger Prompts kommen, während ein anderer unzählige Prompts erstellt und trotzdem kein zufriedenstellendes Ergebnis erhält.

Ist der KI-Preis nicht an die Ergebnisse verknüpft, können Kunden schnell frustriert sein, während die Anbieter Umsatzmargen schlechter einschätzen können, wenn die Nutzung derart unterschiedlich ausfällt und mit jedem Prompt Kosten anfallen. Ein gutes Beispiel für diese Herausforderung ist die aktuelle Preiserhöhung des KI-Anbieters Anthropic.

Im Resultat müssen Monetarisierungsmodelle weg von zugangsbasierten KI-Preisen und hin zu Preismodellen an Aktivitäten und Ergebnisse gebunden sind.

Immer mehr Unternehmen experimentieren dahingehend mit nutzungsbasierten Preisen, die beispielsweise pro Prompt, Transaction, Einheit oder API-Anfrage abrechnen. Andere ziehen hybride Preismodelle in Erwägung, die einen fixen Abo-Preis mit variablen Elementen für bestimmte Funktionalitäten anbieten. Wiederum andere Unternehmen experimentieren mit Kredits bzw. Tokens oder verknüpfen die KI-Preise direkt mit den Ergebnissen (ähnlich wie das „Pay-per-Click“-Modell vieler Online-Werbeanbieter).

Vorhersagbarkeit ist für KI-Preise das A und O #

Auch mit den neuen Monetarisierungsmodellen benötigen Finanzteams eine vorhersagbare Umsatzplanung. Gleichfalls wollen Kunden Kontrolle und Übersicht über ihre Ausgaben. Doch die erwähnten KI-Preismodelle können hier die gewünschte Transparenz und Sicherheit bieten.

Hybride Modelle sorgen beispielsweise dafür, dass ein vorhersehbarer Umsatzstrom durch die fixen Abo-Preise fließt, während die nutzerdefinierten Preiselemente Umsatzwachstum erlauben und die Interaktion mit dem Produkt erhöhen.

Transparenz für KI-Preise wird zum Wettbewerbsvorteil  #

Insbesondere generative KI läuft oft im Hintergrund ab und ist nicht immer sichtbar für die Nutzer. Doch wenn Preise von genau diesen Aktivitäten abhängen, braucht es Transparenz, um das Kundenvertrauen zu gewinnen.

Kunden wollen wissen, wann und wie nutzungsbasierte Gebühren anfallen, wie diese gemessen werden und was auf der Rechnung am Ende des Monats zu erwarten ist. Ist die Abrechnung konfus oder nicht aussagekräftig genug, kann das Kundenvertrauen schnell zerstört werden.

Klare Nutzer-Metriken, verständliche Nutzungs/Preisstufen und eine Kommunikation auf Augenhöhe sind Grundlagen für die Kundenbindung und die Akzeptanz der neuen KI-Funktionen und -Preismodelle.

Das bedeutet übrigens nicht, dass Abo-Pläne und -Preise der Vergangenheit angehören. Wiederkehrende Umsätze bleiben weiterhin ein wichtiges Fundament für nachhaltigen Wachstum, auch im Zeitalter „intelligenter“ Produkte.

Abonnements sorgen für stabile Umsätze und langfristige Kundenbeziehungen. Kombiniert mit Nutzungsdaten kannst Du viel über das Nutzungsverhalten Deiner Kunden lernen, um Deine Roadmap, Preise und Investitionen gezielter zu planen.

Monetarisierung als Teil Deiner Produktentwicklung #

Für Anbieter, die dabei sind, KI-Services und Produkte zu entwickeln oder zu adoptieren, gehört die Frage der Preisstrategie zur Planung dazu und sollte nicht als Fußnote behandelt werden.

Preisentscheidungen müssen parallel zur Produktentwicklung gefällt werden und Flexibilität erlauben, sollte sich das Nutzungsverhalten von den Erwartungen unterscheiden. Wer KI-Preise als Teil des Kundenerlebnis mit dem Produkt versteht, wird hier sehr viel erfolgreicher im (stark umstrittenen) Markt Fuß fassen können.

Frisbii unterstützt flexible, nutzungsbasierte Preismodelle für Deine nachhaltige Umsatzplanung – ob Du KI-Produkte oder traditionelle SaaS-Produkte anbietest. In unserem Webinar erfährst Du, wie Du nutzungsbasierte Preismodelle einsetzen kannst und welche Optionen Dir zur Verfügung stehen.

Die Autorin:

Verity Brain ist Product Marketing Manager mit Berufserfahrung im Bereich Zahlungen, FinTech und Enterprise-Systemen für moderne Unternehmen. Sie schreibt, um zu informieren anstatt zu überzeugen und glaubt fest daran, dass die besten Ergebnisse mit etwas Menschenkenntnis zustande kommen.

Vernetze Dich auf LinkedIn

Kategorien

Automatisiere Dein Revenue Management

Sichere und zuverlässige Zahlungen, starke Analytics und automatisiertes Rechhnungsmanagement für Deine Abonnements – Frisbii unterstützt Dein Unternehmen mit einer ganzheitlichen Recurring Revenue Management-Plattform.