{"id":98012,"date":"2024-11-07T06:30:00","date_gmt":"2024-11-07T05:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frisbii.com\/docs\/interview-mit-waitlys-ceo-tim-myhrvold-aufbau-einer-b2b2c-saas-loesung\/"},"modified":"2026-04-01T14:04:08","modified_gmt":"2026-04-01T12:04:08","password":"","slug":"interview-mit-waitlys-ceo-tim-myhrvold-aufbau-einer-b2b2c-saas-loesung","status":"publish","type":"docs","link":"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/interview-mit-waitlys-ceo-tim-myhrvold-aufbau-einer-b2b2c-saas-loesung\/","title":{"rendered":"Interview mit Waitly&#8217;s CEO Tim Myhrvold: Aufbau einer B2B2C SaaS-L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"\n<p>Waitly ist eine digitale Plattform f\u00fcr Wartelisten, die aktuell dazu dient, Grundst\u00fcckbesitzer und Wohnungssuchende zusammenzubringen, um mit mehr Transparenz, Datenschutz und automatisierten Prozessen eine optimierte Wohnungsvermittlung zu garantieren.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/waitly.eu\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Besuchen Sie die Waitly-Webseite. <\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das d\u00e4nische Unternehmen wurde 2019 von CEO Tim Myhrvold und CTO Morten Pyndt Dalgaard gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"gruendung\">Die Gr\u00fcndung eines B2B2C SaaS-Unternehmens<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Kannst Du kurz erz\u00e4hlen, wie alles begonnen hat?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Wir haben das Produkt anfangs f\u00fcr Grundst\u00fcckbesitzer, also den B2B-Kunden, entwickelt, da das unser konkreter Use Case war. Ich war als ehrenamtlicher Vorstand einer d\u00e4nischen Wohnungsgenossenschaft t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<p>Da habe ich noch mit Excel-Tabellen gearbeitet und wollte diesen Prozess unbedingt automatisieren. Damit dieser Prozess gut l\u00e4uft, m\u00fcssen aber auch die Bed\u00fcrfnisse der Wohnungssuchenden, also der B2C-Kunden ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollten das Kernproblem direkt mit unserer L\u00f6sung angehen, die gerade komplex genug sein sollte, um die meisten F\u00e4lle im d\u00e4nischen Immobilienbereich zu managen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben dann mit unserer Wohnungsgenossenschaft gestartet, die 40 Einheiten hatte. Und wir haben auch andere Genossenschaften angerufen, um \u00fcber ihre Probleme und Bed\u00fcrfnisse zu reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben uns also sehr auf die <a href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/6-metriken-um-b2b-kunden-vom-abonnement-zu-ueberzeugen\/\" data-type=\"docs\" data-id=\"97916\">B2B-Seite<\/a> konzentriert, da sie die Grundlage ist. Wenn es keine B2B-Kunden, also keine Grundst\u00fcckbesitzer gibt, dann gibt es auch keine Grundst\u00fccke, f\u00fcr die sich <a href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/subscription-studien-das-wollen-b2c-kunden-von-abonnements\/\" data-type=\"docs\" data-id=\"97857\">B2C-Kunden<\/a> registrieren k\u00f6nnen. Und ohne B2C-Kunden haben die B2B-Kunden keinen Grund, die Plattform zu nutzen. Es ist also ein wenig ein Henne-Ei-Problem.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack: <\/strong>Und ihr musstet die Funktionen trotzdem attraktiv genug f\u00fcr B2C-Kunden gestalten, damit sie auch den Mehrwert der Plattform erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold<\/strong>: Absolut. Aber wenn man in einem Bereich arbeitet, in dem es f\u00fcr ein Produkt, in diesem Fall Mietgrundst\u00fccke eine hohe Nachfrage, aber wenig Angebote gibt, dann muss man daf\u00fcr sorgen, dass die Nachfrage gedeckt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das ist der gro\u00dfe Mehrwert unserer Wartelisten &#8211; die Angebote. Und genau deshalb konzentrieren wir uns mehr auf die B2B-Kunden, wenn es um die Entwicklung unserer Software geht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Das ist schon sehr spannend, was ihr da auch entscheiden m\u00fcsst, also welche Kundengruppe erst da sein muss, um die andere Kundengruppe anzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Und eigentlich widerspricht es auch scheinbar unserem Umsatzmodell, denn 85 % unseres Umsatzes kriegen wir von den B2C-Kunden, also den Wohnungssuchenden. Und nur 15 % kommen von den Grundst\u00fcckbesitzern. Wir verdienen also das meiste Geld mit den Mietern, aber wir m\u00fcssen dennoch die Produktentwicklung f\u00fcr die Vermieter priorisieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Wusstet Ihr sofort, dass Eure Plattform ein SaaS-Produkt sein sollte, oder habt Ihr erst einmalige Zahlungen in Erw\u00e4gung gezogen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Wir wussten von Anfang an, dass unsere anvisierten B2C-Kunden bereit sind, lange Zeit f\u00fcr ihre Traumwohnung zu warten und sich daf\u00fcr zu registrieren. Wer nicht warten will, f\u00fcr den ist das Grundst\u00fcck bzw. die Wohnung auch nicht so wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau deshalb haben wir uns gegen eine einmalige Geb\u00fchr entschieden. Das h\u00e4tte n\u00e4mlich dazu gef\u00fchrt, dass viele Wohnungssuchende sich auf zahlreichen Listen eintragen, ohne sich wieder auszutragen, wenn sie etwas anderes gefunden haben. Die Abo-Geb\u00fchr ist ein Signal f\u00fcr das hohe Interesse an dieser bestimmten Mieteinheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Da haben wir \u00fcbrigens auch nicht das Rad neu erfunden. Ich habe tats\u00e4chlich schon Startup-Erfahrung vor Waitly gesammelt und war sehr inspiriert von Abo-Modellen und von kostenpflichtigen Wartelisten, die sind n\u00e4mlich sehr verbreitet in D\u00e4nemark.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere L\u00f6sung hat den Prozess einfach digitalisiert. Vorher mussten Wohnungssuchende ihr Geld auf das Konto des Vermieters \u00fcberweisen und dann musste jemand alle Zahlungen mit den Namen auf der Wartelisten abgleichen, um zu sehen, ob alle bezahlt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war noch lange bevor wiederkehrende Zahlungen und Online-Zahlungen durch L\u00f6sungen wie Frisbii einfacher wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Das ist ein sehr wichtiger und spannender Punkt. Viele B2C-Kunden, die vielleicht <a href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/subscription-fatigue-wie-kann-man-kunden-ueberzeugen\/\" data-type=\"docs\" data-id=\"97793\">der ganzen Abos m\u00fcde sind<\/a>, denken ja oft, dass Abo-Modelle nur noch da sind, damit sie \u00f6fter zur Kasse gebeten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber in diesem Fall dient das Abo ja dazu, dass beide Seiten sich verpflichten. Und das dient auch den Wohnungssuchenden, denn die wollen ja auch nicht auf einer riesigen Warteliste sitze, ohne Chance, jemals zu einer Besichtigung eingeladen zu werden. Das <a href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/welches-subscription-modell-passt-zu-ihrer-geschaeftsstrategie\/\" data-type=\"docs\" data-id=\"97984\">Abo-Modell<\/a> sorgt also auch daf\u00fcr, dass die Wartelisten \u00fcberschaubar bleiben und alle Wartelistenpl\u00e4tze eine realistische Chance auf die Wohnung haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"pain-points\">Kunden-Pain Points identifizieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Was waren denn die gr\u00f6\u00dften Pain Points bzw. Herausforderungen f\u00fcr Eure Kunden, die Ihr mit Waitly l\u00f6st?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Es gibt drei Bereiche, die wirklich herausfordernd waren.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"unterschied-b2b-b2c\"><strong>Der erste Punkt war der gesamte Registrierungsprozess<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man vorher als Mieter nach einem Grundst\u00fcck gesucht hat, war es sehr unwahrscheinlich, dass man es online findet, da viele kleine Mieteinheiten keine eigene Webseite haben. Man muss also irgendwie davon geh\u00f6rt haben, dann musste man einen E-Mail-Kontakt finden, eine Anfrage schreiben, auf die Anfrage warten und reagieren im Hin und her und das alles ohne viel Transparenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben mal den Durchschnitt gemessen und es sind bis zu 8 Mails, die es braucht, um alle Informationen vom Wohnungssuchenden zu erhalten (z.B. Zahlungsinformationen, Ausweisungen, etc.). Und das waren alles Mails, die manuell geschrieben wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt automatisiert Waitly all das.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein anderer Schmerzpunkt war das Ausschreiben von Wohnungsbesichtigungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man ein Grundst\u00fcck hat, arbeitet man meistens mit verschiedenen Listen. Man hat eine Liste der Mieter, die man schon hat, die vielleicht die Wohnung im Grundst\u00fcck wechseln wollen und die man sehr hoch priorisiert, weil man sie kennt und ihnen traut.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann hat man Mieter, die ihre Kinder auf eine Warteliste setzen, damit diese, wenn sie vollj\u00e4hrig sind, eine gute Wohnung kriegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann hat man eine dritte Liste aller neuen Interessenten, die frisch einziehen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das sind drei Listen mit verschiedenen Priorit\u00e4ten. Das kann bei einer Wohnungsbesichtigung schnell in 100-200 Mails ausarbeiten, die alle manuell verschickt und beantwortet werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das wird auch von Waitly automatisiert. Da kann dann garantiert werden, dass alle Einladungen nach Priorit\u00e4ten verschickt und alle Interessenten nach Priorit\u00e4ten geordnet werden, um eine \u00fcberschaubare, saubere Teilnehmerliste zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das dritte Thema betrifft Datenmanagement und DSGVO, zum Beispiel das L\u00f6schen von Daten, wenn Wohnungssuchende kein Interesse mehr an der Mieteinheit haben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Vergangenheit haben die Leute dann meistens den Vermietern oder der Genossenschaftsleitung geschrieben, wenn sie \u00c4nderungen an ihren Maildaten oder Pr\u00e4ferenzen hatten oder alle Daten l\u00f6schen wollten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Ganz zu schweigen von den vielen sensiblen Daten, die Wohnungssuchende in der Regel via Mail verschicken m\u00fcssen. In Deutschland sind das nicht selten Lohninformationen, Ausweiskopien usw.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Stell Dir mal vor, wie viele Leute Deinen Bewerbungsordner voller sensibler Daten in ihrer Mailbox liegen haben. Und ich bin mir sicher, dass es sehr lange dauert, bis diese Daten mal gel\u00f6scht werden. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und damit helfen wir aus, da es nicht nur im Sinne der Wohnungssuchenden und Datenschutzbeh\u00f6rden ist, sondern auch der Vermieter, die gar nicht die Verantwortung \u00fcber all diese Daten \u00fcbernehmen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Waitly k\u00f6nnen B2B-Kunden ihre Daten einfach managen und das macht einen riesigen Unterschied zu einem Standard-Newsletter oder einer einfachen Webseite.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Bereich bieten wir auch ein sehr B2C-zentrisches Erlebnis, da eine Registrierung nicht in einer Inbox oder Excel verloren geht, sondern direkte Ergebnisse liefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wohnungssuchende loggen sich einfach auf der Waitly-Plattform ein, k\u00f6nnen ihre eigenen Daten, alle Wartelisten und offenen Wohnungen sehen und managen. Und sie erhalten sehr viele Informationen, bevor sie sich f\u00fcr eine Warteliste bezahlpflichtig registrieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Unterschied zwischen B2B- und B2C-Kunden<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Wenn es um das Nutzererlebnis und Design geht, habt Ihr da zwischen B2B und B2C unterschieden?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> 2018 haben mein Co-Gr\u00fcnder und ich die absolute MVP-Version einer Webseite gebaut (Minimum Valuable Product = minimal funktionsf\u00e4higes Produkt). Damals ging es vor allem darum, dass Design und Benutzung gut sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir dann in den deutschen Markt expandiert sind, haben wir die zwei Kundenuniversen aufgesplittet. Jetzt haben wir die <a href=\"https:\/\/waitly.eu\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">B2C-Seite<\/a>, die helle Farben hat und Einfachheit und Transparenz vermittelt. Alles sollte auf den ersten Blick verst\u00e4ndlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/waitly.eu\/de\/geschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Auf der B2B-Seite <\/a>sind wir etwas dunkler geworden, um Vertrauen und Sicherheit zu vermitteln und die finanziellen, administrativen Bereiche zu ber\u00fccksichtigen. Die B2B-Konten haben nat\u00fcrlich sehr viel mehr Funktionen, um alle Wartelisten und Daten zu managen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt also zwei Funktionswelten. Und mit unserem kleinen Team von vier Entwicklern f\u00fchrt das direkt auf eine Deiner ersten Fragen zur\u00fcck: wir m\u00fcssen wirklich sehr stark priorisieren, wo wir unsere Ressourcen einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Das f\u00fchrt mich auch direkt zur n\u00e4chsten Frage: wie schwer ist es, da die Balance zwischen den beiden Gruppen aufrecht zu erhalten, so dass sich niemand vernachl\u00e4ssigt f\u00fchlt?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Das kann sehr schwer sein. Wir m\u00fcssen intern sehr klare Priorit\u00e4ten haben, welche Kunden und Regionen Vorrang haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir also zwei Leute haben, die alle Support-Tickets bearbeiten und die Service Level Agreements aufsetzen, dann wissen sie, dass Vermieter Priorit\u00e4t haben und dass Vermieter aus Deutschland nochmal eine h\u00f6here Priorit\u00e4t haben, da wir aktuell expandieren. Und nach diesem Regelwerk gehen wir dann vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Das kommunizieren wir nat\u00fcrlich auch transparent an unsere Vermieter und Wohnungssuchenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal ist es dann auch sehr schwer, &#8222;Nein&#8220; zu sagen, wenn man die Option hat, ein Produkt f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/zahlungsmethoden-skandinavien\/\" data-type=\"docs\" data-id=\"97547\">d\u00e4nischen Markt<\/a> zu entwickeln, dass direkt Umsatz machen k\u00f6nnte. Aber man muss das gro\u00dfe Ganze im Auge behalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"marketing-maerkte\">Marketing-Herausforderungen in verschiedenen M\u00e4rkten<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Wie sieht das Marketing bei Euch aus? Gibt es da gro\u00dfe Unterschiede zwischen Deutschland und D\u00e4nemark?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Es ist sehr anders in Deutschland. In D\u00e4nemark m\u00fcssen wir eigentlich kein Geld in unser Marketing investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir kriegen viele organische B2B-Leads in D\u00e4nemark, weil unsere Marke bekannt ist. Und die meisten unserer B2B-Kunden bringen direkt B2C-Kundenlisten mit. Das sind dann bis zu 100 und mehr Leute, die wir einfach onboarden k\u00f6nnen. Das funktioniert so gut, dass wir kein B2C-Marketing machen m\u00fcssen. Stattdessen schreiben wir Newsletter, die unsere B2C-Kunden (und potenzielle B2C-Kunden) kostenlos abonnieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In <a href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/die-beliebtesten-zahlungsmethoden-in-deutschland\/\" data-type=\"docs\" data-id=\"97848\">Deutschland<\/a> sieht die Situation komplett anders aus, weil wir nicht nur Marketing f\u00fcr die B2C-Kunden machen m\u00fcssen, sondern wir m\u00fcssen auch die B2B-Kunden darin schulen, ihre eigenen Kundenlisten aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland arbeitet kaum ein Vermieter mit bezahlpflichtigen Wartelisten, so wie es in D\u00e4nemark \u00fcblich ist. Die meisten haben nicht einmal aktuelle Excel-Tabellen oder Newsletter-Kontaktlisten. Wenn ein Vermieter in Deutschland eine freie Wohnung hat, stellt er die auf ImmoScout ein und kriegt 600 Anfragen innerhalb weniger Stunden. Dann w\u00e4hlen sie jemanden aus, ohne ein wirkliches System zu haben. Und bei der n\u00e4chsten freien Wohnung wiederholt sich das Ganze.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau da kommen wir und m\u00fcssen deutschen Vermietern erkl\u00e4ren, warum es unglaublich viel Zeit spart, wenn man statt dieser Vorgehensweise eine kuratierte Liste von ca. 100 extrem interessierten Wohnungssuchenden hat, inklusive aller notwendigen Dokumente.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir aktuell einen deutschen Vermieter als Kunden gewinnen, m\u00fcssen wir mit ihm zusammen arbeiten, um B2C-Kunden f\u00fcr die Wartelisten zu finden. Und wir brauchen diese B2C-Kunden, da wir &#8211; wie schon erw\u00e4hnt &#8211; 85 % unseres Umsatzes mit B2C-Kunden generieren. Wir verdienen also nichts, bis die Wartelisten unserer B2B-Kunden gut mit interessierten Wohnungssuchenden gef\u00fcllt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist f\u00fcr unsere deutschen B2B-Kunden ein sehr risikoarmes Gesch\u00e4ft, aber wir m\u00fcssen sehr viel mehr investieren als im d\u00e4nischen Markt. Ich habe sogar zwei Mitarbeitende in Berlin eingestellt, die sich um SEO k\u00fcmmern und in Social Media-Gruppen recherchieren, wie man am besten Wohnungssuchende anspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn f\u00fcr Wohnungssuchende ist Waitly fantastisch, aber niemand kennt unsere Marke.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> ImmoScout ist tats\u00e4chlich sehr weit verbreitet, wenn es um Wohnungsausschreibungen geht. F\u00fcr Wohnungssuchende ist das sogar ein Nachteil, da sie oft diejenigen sind, die st\u00e4ndig nachhaken m\u00fcssen und auch noch Sorge tragen, ob es sich um ein <a href=\"https:\/\/praxistipps.chip.de\/betrug-bei-immoscout-immowelt-und-immonet-erkennen_2801\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Betrugsinserat<\/a> handelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Unsere gr\u00f6\u00dfte Herausforderung liegt darin, Vermieter zu finden, die den Status quo des deutschen Immobilienmarktes \u00e4ndern wollen. Denn mal ehrlich, es ist so viel einfacher, Vermieter zu sein als Wohnungssuchender.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist eben nicht schwer, Vermieter zu finden, die Nachfrage ist so gro\u00df in Berlin, Hamburg und anderen deutschen St\u00e4dten. Eine leere Wohnung bleibt nicht lange leer.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Waitlys Vorteil f\u00fcr Vermieter liegt auch nicht darin, potenzielle Mieter zu finden. Was wir bieten, ist eine einfache, automatisierte, zeitsparende und sichere Art, Wartelisten, Wohnungsbesichtigungen und Datenverwaltung zu betreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das spart so viel Zeit, Geld und b\u00fcrokratischen Aufwand und bietet sogar noch eine g\u00fcnstigere Alternative zu Plattformen wie ImmoScout.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"verticals\">Das SaaS der Zukunft: Der Sprung in andere Branchen<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Du hast erw\u00e4hnt, dass die Waitly-Plattform potenziell auch f\u00fcr andere Zwecke genutzt werden k\u00f6nnte. Habt Ihr das bereits am Anfang mit ber\u00fccksichtigt?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Als wir mit der L\u00f6sung f\u00fcr den Immobilienmarkt gestartet sind, haben wir eigentlich keine anderen Use Cases im Kopf gehabt. Mein Mitgr\u00fcnder und ich haben so ca. 1-2 Jahre nach der Gr\u00fcndung angefangen dar\u00fcber nachzudenken, ob wir auch andere Branchen mit unserer Plattform abdecken k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wir haben sehr fr\u00fchzeitig bereits modular entwickelt, damit wir einfach flexibel bleiben und nicht alles umbauen m\u00fcssen, sollten wir uns doch entscheiden mit mehr Ressourcen auch andere Einsatzbereiche abzudecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ich bin sehr froh dar\u00fcber, dass wir uns dazu entschieden haben. Wir haben einige andere Anwendungsbereiche sogar schon getestet und ich bin davon \u00fcberzeugt, dass wir sofort in mindestens drei weitere M\u00e4rkte einsteigen k\u00f6nnen, sobald wir mehr Ressourcen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen 2025 auch darauf verwenden, eine neutrale Wartelistenl\u00f6sung zu bauen, die einfach adaptiert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt wo wir in Deutschland arbeiten, haben wir beispielsweise entdeckt, dass Wartelisten f\u00fcr Kinderg\u00e4rten reif f\u00fcr die Automatisierung sind. Das ist ein riesiger Frust f\u00fcr so viele Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber mit neuen Branchen und M\u00e4rkten kommt auch mehr Marktrecherche sowie die Suche nach existierenden L\u00f6sungen f\u00fcr Partnerschaften, Integrationen usw.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Juliane Waack:<\/strong> Ich find es so interessant, dass Ihr zwar anfangs nie konkret \u00fcber andere Anwendungsbereiche nachgedacht habt, aber Waitly trotzdem sehr flexibel gebaut habt, um Euch Optionen offen zu halten. Das ist schon eine Kombination aus dem richtigen Timing und der richtigen Idee. Es zeigt aber vor allem, dass man Flexibilit\u00e4t im Kopf behalten sollte, wenn man eine L\u00f6sung entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Myhrvold:<\/strong> Um ehrlich zu sein h\u00e4tten Morten und ich in den ersten 12 Monaten nach unserem Launch in D\u00e4nemark nie gedacht, dass wir mal ein Unternehmen mit 15 Angestellten in Deutschland, D\u00e4nemark und dar\u00fcber hinaus werden k\u00f6nnten. Wir haben es immer als Nebenberuf gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nach dem ersten Jahr kamen dann auch andere Marktteilnehmer auf uns zu und haben gefragt, ob sich unser Produkt auch f\u00fcr sie umbauen l\u00e4sst. In D\u00e4nemark haben wir beispielsweise viele Sportsclubs, die \u00e4hnliche Excel-Listenprobleme haben. Und viele dieser Probleme sind nahezu identisch mit denen, die unsere Waitly-Kunden urspr\u00fcnglich hatten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frisbii bietet eine Plattform, um wiederkehrende Rechnungen, Subscriptions und Zahlungen zu managen und dabei SaaS- und andere Unternehmen mit ihrem Wachstum zu unterst\u00fctzen. 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