{"id":109912,"date":"2025-07-16T08:00:00","date_gmt":"2025-07-16T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frisbii.com\/?post_type=docs&#038;p=109912"},"modified":"2026-04-01T13:43:57","modified_gmt":"2026-04-01T11:43:57","password":"","slug":"jenseits-der-paywall-5-trends-die-das-verlagswesen-transformieren","status":"publish","type":"docs","link":"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/jenseits-der-paywall-5-trends-die-das-verlagswesen-transformieren\/","title":{"rendered":"Jenseits der Paywall: 5 Trends, die das Verlagswesen transformieren"},"content":{"rendered":"\n<p>Kundenverhalten, globaler Wettbewerb und die Digitalisierung forcieren f\u00fcr viele Verlagsh\u00e4user eine Transformation des Gesch\u00e4ftsmodells. Wir erl\u00e4utern anhand von f\u00fcnf Medientrends, warum der Wandel notwendig ist und wie genau es dazu kam.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Jeder kann Content<\/h2>\n\n\n\n<p>Der traditionelle Print stand schon immer mit anderen Medienformaten im Wettbewerb, sei es Radio, Fernsehen oder Spielekonsolen. Doch mit der Entwicklung des Internets &#8211; von Social Media zum Streamen, hin zum 24\/7-Smartphone-Zugang und ChatGPT &#8211; sind es nicht mehr nur andere Produktionsh\u00e4user, die miteinander um die Aufmerksamkeit ihrer Kunden konkurrieren. Das gesamte Internet ist zum Konkurrenten geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr noch, w\u00e4hrend es fr\u00fcher nur unter M\u00fchen und stark lokalisiert m\u00f6glich war, nicht-professionelle redaktionelle Arbeit zu verbreiten, ist heutzutage nichts einfacher, als seine Meinung und Expertise auf zahlreichen Kan\u00e4len im Internet zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dadurch stehen Zeitungsverlage nicht nur mit anderen Unterhaltungsbranchen im Wettbewerb, sondern zus\u00e4tzlich auch noch mit jeder Privatpersonen, die ihren &#8222;Content&#8220; im Netz zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Die gedruckte Zeitschrift lebt &#8211; aber reicht das aus?<\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Papier ist nicht mehr der schnellste Weg, um an die Nachrichten zu kommen. Im digitalen Zeitalter kann man seine News jederzeit \u00fcber sein Smartphone erhalten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Christoph Hauschild, Director Media, Frisbii<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Genau deshalb braucht es auch einen Wandel in der Umsatzgenerierung f\u00fcr Verlage. Auch wenn gerade das Verlagswesen die mitunter ersten Abonnements eingef\u00fchrt hat, finanzieren die wenigsten durch Abos ihre gesamte Unternehmung. Stattdessen werden die meisten Gesch\u00e4ftsmodelle durch abgedruckte (oder angezeigte) Anzeigenformate finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch mit der Digitalisierung und dem Schritt hin zu digitalen Medien, sind Werbeanzeigen nicht mehr ausreichen, um ein Magazin oder eine Zeitung \u00fcber Wasser zu halten. Wer erfolgreich sein will, muss es schaffen, dass der Content und die dazugeh\u00f6rigen Abo-Modelle den Gro\u00dfteil an Ums\u00e4tzen einfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das muss sich jedoch auch im Verlagswesen durchsetzen. Einer Umfrage von Reuters zufolge sind f\u00fcr viele Verleger Werbeanzeigen immer noch ein wichtiger Bestandteil der Umsatzstrategie. W\u00e4hrend Abonnements und Mitgliedschaften immerhin f\u00fcr 77% zum wichtigsten Umsatzkanal gez\u00e4hlt wurden, lagen Displaywerbung und Sponsoring mit 69% und native Werbeanzeigen mit 59% dicht dahinter.<\/p>\n\n\n\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/pressgazette.co.uk\/whitepapers\/ultimate-guide-to-reader-revenue-strategies-in-dach-countries\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Reuters, 2024<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3. Das Paywall-Problem<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Abo-Bereich spielen vor allem Streaming-Services ganz vorne mit dabei, wenn es um Personalisierung und attraktive Portfolios geht. Doch viele Verlage stehen oft noch am Anfang ihrer Transformation. Viele bieten Digital-Abos an, doch noch gibt es zu viele Problembereiche, die das Kundenvertrauen schw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr Verleger liegt dabei tief in den Anf\u00e4ngen des Internets. Video und Musik waren nie fl\u00e4chendeckend kostenlos verf\u00fcgbar (nicht zuletzt, weil das Laden von Dateien stark limitiert war). Doch Zeitungen und Magazine geh\u00f6rten zu den ersten Unternehmen, die teilweise ihr gesamtes Portfolio kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt haben, da angenommen wurde, dass auch im digitalen Raum die Werbefinanzierung Fr\u00fcchte tragen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Da dies langfristig nicht ganz so erfolgreich lief, war der Wechsel von &#8222;Alles umsonst&#8220; zur Paywall mehr als herausfordernd. Wie erkl\u00e4rt man Leuten, dass etwas, das vorher kostenlos war, pl\u00f6tzlich bezahlt werden muss?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reuters-Umfrage befragte auch Lesende aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz, wie viele f\u00fcr ihre Nachrichten bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt bezahlen nur 15% f\u00fcr ihre t\u00e4glichen Nachrichten. 62% sind strategisch dagegen, daf\u00fcr zu bezahlen. Die Schweiz ist \u00fcbrigens hier weitaus toleranter gegen\u00fcber bezahlten News als es Deutschland ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Und als w\u00e4re das nicht schon schwierig genug, haben Verlage beim Wechsel auf bew\u00e4hrte Print-Abo-Strategien gesetzt, die f\u00fcr digitale Abos absolute No-Gos sind:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Sie haben nicht transparent mit ihren Kunden kommuniziert<\/li>\n\n\n\n<li>Sie haben es leicht gemacht zu abonnieren &#8211; aber schwer, das Abo wieder zu k\u00fcndigen<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich scheinen Verlage auch damit zu k\u00e4mpfen, ihre digitalen Abonnements an Print-Abonnenten zu verkaufen. Selbst bei <a href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog\/churn-rate-retention\/\" data-type=\"docs\" data-id=\"119389\">absprunggef\u00e4hrdeten Kunden<\/a> gibt es noch keine funktionierenden Workflows, um auf (g\u00fcnstigere) Digital-Abos aufmerksam zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Studien haben gezeigt, dass die Kundenakzeptanz und Konversionsrate positiv von einfachen K\u00fcndigungs- und Pausierungsfunktionen beeinflusst werden kann. Allein das Wissen, dass ein Abo m\u00fchelos gek\u00fcndigt werden kann, erh\u00f6ht Abo-Raten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich ist es auch um Transparenz bei Abo-Funktionen gestellt, inklusive Produkt-Updates, Preis\u00e4nderungen und Serviceumf\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p>67% aller befragten (US-) Kunden einer Toolkits und National Research Group-Studie w\u00fcrden eher ein digitales Abo abschlie\u00dfen, wenn der K\u00fcndigungsprozess einfach ist (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.amediaoperator.com\/analysis\/consumers-say-they-would-buy-more-subscriptions-if-canceling-was-easier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">via mediaoperator.com<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4. Der Journalismus steckt in einer Image-Krise<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor ein paar Jahrzehnten war es noch normal, dass die meisten Haushalte eine Tageszeitung des Vertrauens auf dem K\u00fcchentisch liegen hatten, oft mit einer langj\u00e4hrigen Tradition. Journalismus wurde als Sinnbild f\u00fcr Wahrheit, Information und Unterhaltung gesehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch im Zeitalter des Internets kann jeder \u00fcberall Content bzw. Informationen produzieren und verbreiten. Und nicht wenig davon ist unglaublich unterhaltsam, informativ und lehrreich. Nur, weil der Inhalt nicht von einem Journalisten bzw. einem Verlag kommt, hei\u00dft das nicht, dass er automatisch weniger Wert hat.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Es ist die Aufgabe der Verlage, Vertrauen zu gewinnen und mit Leuten mitzuhalten, die selbst Inhalte auf unterschiedlichen Plattformen ver\u00f6ffentlichen. Es reicht nicht mehr, sich auf der Vergangenheit auszuruhen. Es z\u00e4hlt nicht, was Du denkst, was Leute vom Journalismus halten sollten. Stattdessen musst Du Dich und Deine Publikation als den Ort etablieren, an dem jeder Wissen, Innovation, Unterhaltung und Gemeinschaft finden kann.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. F\u00fcr Treue und Engagement braucht es eine starke Gemeinschaft &nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Um Dein Verlagsgesch\u00e4ft durch Kunden statt durch Werbeanzeigen zu finanzieren, braucht es eine neue Art und Weise, ein Publikum zu generieren. Je mehr Deiner Kunden mit Deinen Inhalten interagieren, desto eher werden sie das Abo fortf\u00fchren wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele erfolgreiche Verlage haben Wege gefunden, ihr Produktportfolio zu erweitern und\/oder eine Gemeinschaft aufzubauen, die durch gemeinsame Interessen miteinander verbunden ist. Ob durch Events, (moderierten) Kommentarbereichen oder Nischenthemen, um Fans, Hobbyisten oder andere Zielgruppen zu erreichen &#8211; gemeinsame Interessen bieten zahlreiche Wege, um eine Gemeinschaft aufzubauen und zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlusswort<\/h2>\n\n\n\n<p>Anno dazumal war das Verlagswesen hoch-exklusiv. Druckmaschinen waren teuer und alles musste vorfinanziert werden, bevor es Umsatz gemacht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das Internet hat alles umgeworfen. Nat\u00fcrlich ist es auch weiterhin wichtig, mit modernen Technologien mitzuhalten, um das Gesch\u00e4ftsmodell flexibel anpassen zu k\u00f6nnen. Und ja, finanzielle Spritzen helfen dabei, das Produkt zu produzieren und zu vermarkten.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch vieles hat sich ge\u00e4ndert. Verlage brauchen Marketing- und Produktexperten, um ihre Gesch\u00e4ftsmodelle aufzufrischen und sie ans moderne Leserverhalten anzupassen. Autoren und Journalisten brauchen Anreize, um f\u00fcr eine Publikation zu schreiben und nicht ihre eigenen Ver\u00f6ffentlichungsformen zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die H\u00fcrden zum Publizieren sind niedriger als je zuvor, kein Mensch braucht mehr eine Druckerpresse.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher geht es beim modernen Verlegen nicht mehr um den althergebrachten Namen oder die finanziellen Mittel. Es geht darum, etwas Einzigartiges, Allgegenw\u00e4rtiges und Engagierendes zu bieten, dass zuverl\u00e4ssig und vertrauensw\u00fcrdig als Quelle f\u00fcr Unterhaltung, Information und Bildung fungiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frisbii Media bietet eine Subscription Management-Plattform spezifisch f\u00fcr Verlage, um den Schritt zu digitalen Verlags- und Ertragsmodellen zu erleichtern und zu automatisieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/frisbii.com\/de\/media-entertainment\/\">Mehr erfahren<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die H\u00fcrden zum Publizieren sind niedriger als je zuvor, kein Mensch braucht mehr eine Druckerpresse.<\/p>\n<p>Daher geht es beim modernen Verlegen nicht mehr um den althergebrachten Namen oder die finanziellen Mittel. Es geht darum, etwas Einzigartiges, Allgegenw\u00e4rtiges und Engagierendes zu bieten, dass zuverl\u00e4ssig und vertrauensw\u00fcrdig als Quelle f\u00fcr Unterhaltung, Information und Bildung fungiert.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":109907,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"content-type":"","footnotes":""},"doc_category":[116],"doc_tag":[],"wf_docs_folders":[],"class_list":["post-109912","docs","type-docs","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","doc_category-subscription-management"],"acf":[],"year_month":"2026-04","word_count":1153,"total_views":0,"reactions":{"happy":0,"normal":0,"sad":0},"author_info":{"name":"Juliane Waack","author_nicename":"julianne-waack","author_url":"https:\/\/frisbii.com\/de\/author\/julianne-waack\/"},"doc_category_info":[{"term_name":"Subscription Management","term_url":"https:\/\/frisbii.com\/de\/blog-category\/subscription-management\/"}],"doc_tag_info":[],"knowledge_base_info":[],"knowledge_base_slug":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/docs\/109912","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/docs"}],"about":[{"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/docs"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=109912"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/docs\/109912\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":123166,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/docs\/109912\/revisions\/123166"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/109907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=109912"}],"wp:term":[{"taxonomy":"doc_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/doc_category?post=109912"},{"taxonomy":"doc_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/doc_tag?post=109912"},{"taxonomy":"wf_docs_folders","embeddable":true,"href":"https:\/\/frisbii.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/wf_docs_folders?post=109912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}